Nachhaltige Beschaffung und Sortimentgestaltung

Auswahl an Produkten

Die METRO hat den Anspruch, ihr Sortiment verantwortungsbewusst zu gestalten. Unsere Produkte sollen sicher sein. Sie sollen sozial und ökologisch unbedenklich sein. Und sie sollen die Erwartungen unserer Kunden erfüllen. Wir definieren systematisch die Anforderungen für ein nachhaltiges Lieferketten- und Beschaffungsmanagement. Wir erarbeiten Leitlinien und setzen sie um. So handeln wir zukunftsorientiert, stärken unsere Beschaffungswege und sorgen für ein nachhaltiges Sortiment.

Nachhaltige Beschaffung

Die METRO hat eine Einkaufspolitik für die Beschaffung ihrer Eigenmarken entwickelt. Ziel ist, die Produkte nachhaltig zu beschaffen. Sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer und sozialer und Hinsicht.

 

 

 

Nachhaltiger Fischeinkauf

Die METRO macht sich für den langfristigen Schutz der Fischbestände stark. Für die nachhaltige Beschaffung von Fisch haben wir eine konzernweite Einkaufspolitik erarbeitet. METRO Cash & Carry hat diese in seiner Fisch Einkaufspolitik weiter konkretisiert.

Palmöl

Um Palmöl nachhaltig zu gewinnen, hat die METRO eine spezielle Einkaufspolitik entwickelt. Ziel ist, bis 2020 bei der Produktion unserer Eigenmarken ausschließlich zertifiziertes nachhaltiges Palmöl zu verwenden. METRO Cash & Carry hat dies in der Palmöl Einkaufspolitik METRO Cash & Carry weiter konkretisiert

 

 

Papier und Holzprodukte

METRO setzt sich gegen die Abholzung des Regenwaldes ein. METRO Cash & Carry setzt sich in seiner Einkaufspolitik Papier und Holzprodukte konkrete Ziele für den langfristigen Schutz der Waldbestände.

Selbstverpflichtung zu Eigenmarken ohne Käfigeier

METRO beabsichtigt, bis 2022 bei Eigenmarken-Produkten komplett auf Eier oder Ei als Zutat bei Flüssigeiprodukten aus Käfighaltung zu verzichten und zusätzlich die Haltungsbedinungen für Legehennen weiter zu verbessern. Dazu unterstützt die METRO alternative Haltungsformen, wie etwa Boden- oder Freilandhaltung.

Gentechnisch veränderte Organismen

Das Thema gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gewinnt im Lebensmittelsektor an Bedeutung. Die Nutzung moderner Biotechnologie in Lebensmitteln wird weltweit unterschiedlich bewertet. Die neue METRO setzt sich damit aktiv auseinander. Wir respektieren die Sichtweisen der verschiedenen Länder, Fachleute und Konsumenten.

Gesundheits- und Ernährungspolitik

Die METRO setzt sich aktiv mit den Themen Gesundheit und Ernährung auseinander, vor allem in Bezug auf Lebensmittel. Dazu haben wir Leitlinien erarbeitet, die unseren Vertriebsmarken als Orientierung dienen.

Soja

Als weltweit tätiges Lebensmittelunternehmen verkauft METRO auch Produkte, die Soja enthalten sowie Fleisch und Fisch von mit Soja gefütterten Tieren. Wir wollen sicherstellen, dass kein Soja, das für oder in den von uns gehandelten Produkten verwendet wird, zur Entwaldung oder zu sozialen Missständen beiträgt. Deshalb haben wir Maßnahmen in Bezug auf Soja ergriffen:

  • METRO hat die Deforestation Resolution des Consumer Goods Forums unterzeichnet, die darauf abzielt, bis 2020 Netto-Null-Abholzung zu erreichen.
  •  Im September 2017 haben fast 50 brasilianische und internationale NGOs, Stiftungen und Forschungsinstitute das "Cerrado-Manifest" ins Leben gerufen, das sofortige Maßnahmen gegen die Entwaldung in der brasilianischen Region Cerrado fordert. Globale Unternehmen, darunter auch die METRO AG, reagierten positiv auf diesen Aufruf.

METRO AG ist Mitglied im Roundtable on Responsible Soy (RTRS); der Roundtable on Responsible Soy ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich weltweit für eine verantwortungsvolle Produktion, Verarbeitung und den Handel mit Soja einsetzt. Mitglieder sind die wichtigsten Vertreter der Soja-Wertschöpfungskette und Mitglieder der Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt.

Europäische Supply Chain Initiative

METRO ist Mitglied der Europäischen Supply Chain Initiative. Ziel der Initiative ist es, faire Geschäftspraktiken entlang der Lieferkette zu fördern und vorbildliche Verfahren umzusetzen.

Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Der METRO Verhaltenskodex für Geschäftspartner legt die wesentlichen Grundprinzipien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Geschäftsethik fest, deren Erfüllung wir in der täglichen Zusammenarbeit von unseren Partnern erwarten.

Die METRO setzt konsequent auf Sozialstandardsysteme. Ziel ist, Verstöße gegen sozial verträgliche Arbeitsbedingungen zu erkennen und vorzubeugen. Die Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) sind fester Bestandteil unserer Einkaufspolitik. Wir sind Gründungsmitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI). Damit verpflichten wir uns, fundamentale Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette einzuhalten. Die BSCI ist einer der effizientesten Systeme, um sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern umzusetzen.

Klare Grundsätze

Wir haben den BSCI-Verhaltenskodex unterzeichnet, der vielfältige Sozial- und Umweltstandards umfasst. Mit geeigneten Maßnahmen sorgen wir für die Umsetzung und Einhaltung dieser Standards.

Der BSCI Verhaltenskodex umfasst elf Grundsätze:

  • Die Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen werden eingehalten
  • Es gibt keine Diskriminierung
  • Es werden gesetzliche Mindestlöhne bzw. branchenübliche Löhne gezahlt
  • Die Arbeitszeiten entsprechen nationalen Gesetzen
  • Der Arbeitsplatz ist sicher und gesund
  • Kinderarbeit ist verboten
  • Es gibt besonderen Schutz für jugendliche Arbeitnehmer
  • Es gibt keine prekäre Beschäftigung
  • Es gibt keine Zwangsarbeit und Disziplinarmaßnahmen
  • Die Umwelt wird respektiert
  • Es gibt eine Richtlinie gegen Bestechung und Korruption

Systematische Auditierungen

Die METRO will faire Arbeitsbedingungen bei den Produzenten ihrer Eigenmarken etablieren. Unser Ziel ist es, alle Produzenten, mit denen wir in Risikoländern zusammenarbeiten, zu auditieren – entweder nach den Standards der BSCI oder vergleichbaren Standards. Die Liste der Risikoländer wird von der BSCI festgelegt. Die Klassifizierung als Risikoland basiert auf unterschiedlichen Kriterien: der Erfahrung der örtlichen Einkaufsgesellschaften. Dem Human Development Index der Vereinten Nationen. Und dem Corruption Perceptions Index von Transparency International. Seit Januar 2017 nehmen wir neue Produzenten nur auf, wenn sie ein akzeptables Auditergebnis nachweisen können.

Standards und Zertifikate

Neben dem BSCI-Standard akzeptiert die METRO weitere Standards und Zertifikate, um die Einhaltung von Sozialstandards zu prüfen.

  • SA8000 (Social Accountability)
  • ICTI (International Council of Toy Industry)
  • ICS (Initiative Clause Sociale)
  • ETI (Ethical Trading Initiative), sofern sie gemäß den SMETA-Richtlinien (Sedex Members Ethical Trade Audit) durchgeführt wird
  • RBA (Responsible Business Association (vormals EICC, Electronic Industry Citizenship Coalition)
  • FLA (Fair Labor Association)

Auch akzeptiert die METRO im ersten Schritt folgende Lebensmittel-relevante Standards und Zertifizierungen, um die Einhaltung von Sozialstandards sicherzustellen:

  • RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil)
  • ASC (Aquaculture Stewardship Council)
  • BAP (Best Aquaculture Practices)

Brandschutz und Arbeitssicherheitstrainings

Neben unseren bestehenden Audits laufen weitere Aktivitäten: Unsere Importgesellschaft - die METRO Sourcing - hat mit unseren Kooperationspartnern Brandschutz- und Arbeitssicherheitstrainings für Produzenten umgesetzt - in Bangladesch und weiteren Risikoländern. Zudem wollen wir die Gebäudesicherheit von Textilfabriken in den Produktionsländern verbessern. Dazu haben wir 2013 ein spezielles Abkommen für die Textilindustrie in Bangladesch unterzeichnet. Das Ziel: Besserer Brandschutz. Mehr Gebäudesicherheit. Das Abkommen entstand in Kooperation mit Unternehmensvertretern, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen.

Deal-Breaker-Prozess

Im Jahr 2016 haben wir so Deal-Breaker definiert, also Sachverhalte, die eine Zusammenarbeit ausschließen. Zu den Bewertungskriterien gehören Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeitssicherheit - insbesondere Brandschutz - und ethisches Verhalten. Lieferanten und ihre Produzenten mit einem Deal-Breaker-Befund werden von der METRO verpflichtet, kurz- und langfristige Lösungen zu erarbeiten. Neue Aufträge oder Folgeaufträge werden so lange ausgesetzt, bis die im Deal-Breaker-Prozess erfassten Befunde behoben wurden.

Unsere Waren und Dienstleistungen müssen auf ganzer Linie überzeugen: Durch Qualität. Durch Sicherheit. Durch Sozial- und Umweltverträglichkeit - von der Herstellung und Beschaffung über die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Daher wollen wir die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig und transparent gestalten. Die METRO setzt auf Transparenz bei der Beschaffung von Produkten und der Nutzung von Ressourcen. Dafür sorgen wir durch unseren direkten Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern. Zudem haben wir eine branchenübergreifende und internationale Lösung zur Rückverfolgbarkeit entwickelt - gemeinsam mit Kooperationspartnern und der Standardisierungsorganisation GS1 Germany.

Zur besseren Kundenorientierung nutzen wir verschiedene Labels, die für hohe Nachhaltigkeits-Standards bürgen. Dazu gehören etwa Fair Trade, Marine Stewardship Council (MSC), Forest Stewardship Council® (FSC®) oder das europäische Biosiegel. Darüber hinaus setzen wir auf Dialog und Aufklärung, um ein verantwortungsbewusstes Konsumverhalten unserer Kunden zu fördern.

Transparente Lieferkette für Fisch und Fleisch

METRO engagiert sich für einen nachhaltigen Umgang mit sensiblen Produktgruppen. Kunden von METRO Cash & Carry können beispielsweise beim Fischeinkauf nachverfolgen, in welchen Gewässern und auf welche Art der Fisch gefangen wurde - schnell und einfach per Smartphone-App. Auch bei zahlreichen Fleischprodukten sind detaillierte Daten abrufbar - zur Herkunft, Aufzucht, Verarbeitung und Qualität der Ware. Das Besondere an der innovativen Lösung: Alle Beteiligten machen mit - vom Hersteller bis zum Händler. Sie erfassen ihre Produktinformationen dezentral in eigenen Datenbanken, die online zusammengeführt werden. Über eine Suchmaschine ist es dann möglich, sich im Detail über einzelne Produktdaten zu informieren - dank eindeutiger Produktidentifikation.

Die neue Lösung zur Rückverfolgbarkeit basiert auf internationalen GS1-Standards. So lassen sich künftig weitere Warengruppen und zusätzliche Datenbanken ergänzen. Alle Marktteilnehmer entlang der Lieferkette können sich beteiligen - rund um den Globus. METRO gilt als Vorbild im Kampf gegen illegale Fischerei - dank des Einsatzes von modernen Systemen zur Rückverfolgbarkeit.

Die METRO will Abfälle möglichst gering halten. Uns ist es wichtig, in Kreisläufen zu denken. Und innovative Fertigungs- und Rückgewinnungstechnologien zu fördern. Wir beraten unsere Kunden bei der Entsorgung von Produkten und Verpackungen: Wir sensibilisieren für das Thema Ressourcenschonung. Wir informieren über Abfallvermeidung. Wir schaffen Anreize und Möglichkeiten für die fachgerechte Entsorgung. Beispielhaft ist unser Engagement für das Retailers’ Environmental Action Programme (REAP). REAP ist eine gemeinsame Plattform großer europäischer Handelsunternehmen und der Europäischen Kommission (Generaldirektion Umwelt). Sie dient dazu, Erfahrungswerte auszutauschen und beispielhafte Projekte im Umwelt- und Ressourcenmanagement vorzustellen.

Sustainability Tree

Wie nachhaltig agiert die METRO und in welchen Bereichen möchte sie ihr Engagement für die Umwelt in den kommenden Jahren noch ausweiten? Wie groß war der CO2 Fußabdruck des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr und wie viel Energie stammte bereits aus erneuerbaren Energien? Wir versorgen Sie hier mit allen Informationen zu unseren Zielen und Kennzahlen - Beschaffung und Sortimentsgestaltung und Nachhaltiger Konsum