Nachhaltige Beschaffung und Sortimentgestaltung

Auswahl an Produkten

Die METRO hat den Anspruch, ihr Sortiment verantwortungsbewusst zu gestalten. Unsere Produkte sollen sicher sein. Sie sollen sozial und ökologisch unbedenklich sein. Und sie sollen die Erwartungen unserer Kunden erfüllen. Wir definieren systematisch die Anforderungen für ein nachhaltiges Lieferketten- und Beschaffungsmanagement. Wir erarbeiten Leitlinien und setzen sie um. So handeln wir zukunftsorientiert, stärken unsere Beschaffungswege und sorgen für ein nachhaltiges Sortiment.

METROs Vision ist es, nachhaltige Nahrungsmittellösungen mit hohem wirtschaftlichem Mehrwert für unabhängige Unternehmer zu liefern. Wir nehmen unsere ökologische und soziale Verantwortung wahr, um die langfristige Lebensfähigkeit von METRO zu sichern. Wenn es um den nachhaltigen Handel und die Beschaffung von Lebensmitteln geht, verfolgt METRO eine klare Vision: "Wir werden in allem, was wir tun, nachhaltig sein." Im Folgenden findet sich eine Übersicht der vielfältigen Einkaufspolitiken und Positionen zu nachhaltiger Beschaffung durch METRO.


Unser Ansatz für abholzungsfreie Lieferketten

Einer der treibenden Faktoren des Klimawandels ist die Entwaldung – der Verlust von natürlichem Wald und Vegetation infolge der Umstellung auf landwirtschaftliche oder andere nicht forstwirtschaftliche Landnutzung. Darüber hinaus ist die Entwaldung häufig mit anderen ökologischen und sozialen Problemen verbunden, wie dem Verlust der biologischen Vielfalt und Verstößen gegen soziale Standards gegenüber der lokalen Bevölkerung, wenn die ursprünglichen Bewohner der Wälder gezwungen sind, ihren Lebensraum zu verlassen.

Die Entwaldung ist ein wichtiges Thema für den Lebensmittelsektor, da sie hauptsächlich durch die Produktion von Soja, Palmöl, Fleisch sowie Papier und Holz verursacht wird. METRO Wholesale handelt mit Produkten, die aus diesen Rohstoffen hergestellt sind oder diese enthalten. Als Großhändler und als Teil der Lieferkette von Produkten, die wir beziehen, wollen wir die Art und Weise, wie diese kritischen Waren beschafft werden, verändern und Maßnahmen ergreifen, um die Entwaldung zu stoppen. Dies trägt auch zur Nachhaltigkeit des Geschäfts unserer Kunden bei, da wir unseren Kunden ermöglichen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen, wenn sie bei uns einkaufen.

Wir handeln innerhalb des globalen Handlungsrahmens, den die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung und der Global Compact der Vereinten Nationen vorgeben. Auch setzt unser Ansatz für abholzungsfreie Lieferketten auf die Zusammenarbeit im Sinne des nachhaltigen Entwicklungsziels Nummer 17. Wir sind mit unseren einzelnen Beschaffungsleitlinien für Soja, Palmöl, Papier und Holz sowie Fleisch bereits spezifische Selbstverpflichtungen eingegangen, dennoch glauben wir, dass aufgrund der Komplexität und gegenseitigen Abhängigkeit der Lieferketten nur gemeinsame, auf Zusammenarbeit beruhende Initiativen zu nachhaltigen Effekten führen können und, dass nur dann unser Hebel gleichermaßen wirksam ist. Aus diesem Grund arbeiten wir mit anderen Akteuren entlang der Lieferketten von Rohstoffen wie Soja, Palmöl, Fleisch, Papier und Holz sowie mit anderen Groß- und Einzelhändlern wie auch Vertretern von Regierungen und NGOs zusammen.
Wichtige Elemente unserer gemeinsamen Initiativen sind unsere Mitgliedschaften, Aktionen und Selbsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Stopp der Abholzung von Wäldern innerhalb des Consumer Goods Forum (CGF) und seiner Coalition of Action, der Allianz für tropische Wälder (Tropical Forest Alliance (TFA)) des Weltwirtschaftsforums, des Runden Tisches für verantwortungsbewusstes Soja (RTRS) und des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) sowie unsere Unterstützungsbekundung für das Cerrado-Manifest und Zertifizierungssysteme wie das des Forest Stewardship Council (FSC©) oder des Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC). Mithilfe dieser Netzwerke können Best Practices geteilt und eine größere Transparenz der Lieferketten durch die Einführung neuer transparenz-fördernder Technologien erreicht werden. Ein weiterer Faktor ist die Unterstützung einer weiteren Verbreitung bewährter Verfahren über Benchmarks, beispielsweise durch Angleichung der Anforderungen mehrerer Zertifizierungsstandards von Drittanbietern.

Eine Erkenntnis aus unseren laufenden Aktivitäten und den Erfahrungen des CGF ist, dass Handeln zu gleicher Zeit auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Lieferketten und mit verschiedenen Maßnahmen erforderlich ist: die Zusammenarbeit mit Landwirten, Produzenten, Händlern und Herstellern, um diese zu befähigen, die Anforderungen zu erfüllen, ist ein wichtiger Schritt, um entwaldungsfreie Lieferketten zu erreichen, ebenso wie Zertifizierungssysteme. Wir müssen uns aber auch ständig mit dem spezifischen Bereich befassen, in dem diese Akteure tätig sind, sowie mit den dort herrschenden ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und staatlichen Umständen, da ansonsten der gewünschte langfristige Erfolg der Maßnahmen ausbliebe.

Um zu überprüfen, ob wir mit dem, was wir tun, die Erwartungen des Marktes erfüllen, legen wir unsere Aktivitäten offen, beispielsweise im CDP Forest-Fragebogen und im Rahmen der Forest Positive Coalition des Consumer Goods Forum. Zusätzlich können wir aus dieser Bewertung unabhängiger Dritter Verbesserungspotentiale erkennen.

Was wir in Bezug auf die wichtigsten Rohstoffe tun:


Soja

Basierend auf unserer METRO Einkaufspolitik für Soja aus dem Jahr 2019 arbeiten wir an einem Stopp der Abholzung von Wäldern in unseren Lieferketten bis spätestens 2025. Dazu gehen wir auf unsere Lieferanten zu, wobei der Fokus dabei auf Lieferanten von Eigenmarken (Handelsmarken) liegt. Wir definieren mit ihnen in ihren Lieferketten den Gehalt an zertifiziertem Soja, das nicht mit Entwaldung in Verbindung steht (sowohl direkt: Soja als Bestandteil von Produkten, als auch indirekt: Soja als Teil von Tierfutter) und arbeiten an Möglichkeiten, um das Niveau von zertifiziertem entwaldungsfreiem Soja zu erhöhen.

Im Rahmen unserer Beschaffungspolitik für nachhaltiges Soja hat sich METRO auch mit anderen Unternehmen in der Forest Positive Coalition of Action des CGF innerhalb der Soja-Arbeitsgruppe zusammengetan. Unter der Leitung von METRO arbeitet diese Soja-Arbeitsgruppe an einem Entwicklungsplan mit konkreten Maßnahmen, um einen Abholzungsstopp zu erreichen. Dafür kooperieren wir direkt mit unseren Lieferanten und den Sojahändlern, arbeiten aber auch mit NGOs zusammen. Für ein Update zur Arbeit der Soja-Arbeitsgruppe verweisen wir Sie auf die Website des CGF.

Zusammen mit mehreren anderen Herstellern und Einzelhändlern arbeiten wir derzeit an der Verbesserung der Transparenz in der Soja-Lieferkette innerhalb der Soy Transparency Coalition, die von Experten von 3Keel unterstützt wird.


Palmöl

Gemäß unserer METRO Beschaffungsleitlinie für Palmöl arbeiten wir an nachhaltigem Palmöl für Produkte in unserer Lieferkette. Für METRO Deutschland beispielsweise ist das gesamte Palmöl in Lebensmitteln unserer Eigenmarken nach dem Model Segregation zu 100% RSPO-zertifiziert, das heißt, dass es ohne Abholzung gewonnen wurde. Zusammen mit unserem niederländischen Lieferanten von Tiefkühl-Pommes Frites, Farm Frites, haben wir für das Palmöl ebenfalls die 100% RSPO-Zertifizierung nach dem Model Segregation erreicht.

Als Mitglied der CGF-Arbeitsgruppe Forest Positive Palm Oil arbeiten wir mit 16 anderen Unternehmen daran, nachhaltigeres Palmöl in unsere Lieferketten zu bringen. Dafür haben wir einen Plan mit konkreten Maßnahmen und Ergebnissen erstellt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des CGF.

Zusammen mit mehreren anderen Herstellern und Einzelhändlern arbeiten wir derzeit in der Palm Oil Transparency Coalition (POTC) an mehr Transparenz innerhalb der Palmöl-Lieferkette. Dabei werden wir von Experten von 3Keel unterstützt.

Jährlich berichten wir im ACOP-Bericht des RSPO (PDF) öffentlich über die Fortschritte, die wir im Rahmen unserer Palmöl-Selbstverpflichtung erzielt haben, dort weisen wir das gesamte Palmölvolumen und den Zertifizierungsanteil aus. Weitere Informationen finden sie auf der Website des RSPO.


Papier & Holz

Da auch Papier und Holzprodukte mit Entwaldung in Verbindung stehen können, hat sich METRO bereits 2012 zur Beschaffung nachhaltigerer Papier- und Holz-Produkte verpflichtet. Über unsere Einkaufspolitik für Papier und Holz möchten wir sicherstellen, dass all unsere aus Holz oder Holzfasern hergestellten Eigenmarkenprodukte bis Ende 2020 zu 100% aus legalen und verantwortungsbewusst bewirtschafteten Wäldern stammen. Das heißt, dass das Material gemäß den im Land des Holzeinschlags geltenden Rechtsvorschriften geerntet wird, dass der Wald in Übereinstimmung mit den Grundsätzen eines nachhaltigen Waldmanagements bewirtschaftet wurde, welches soziale, wirtschaftliche und ökologische Bedürfnisse in Einklang bringt, und dass dabei traditionelle und Bürger-Rechte der Ureinwohner, der lokalen Gemeinschaften und der Arbeiter, die von der Waldbewirtschaftung und Holzproduktion profitieren, respektiert und geschützt werden. Darüber hinaus werden Ökosysteme, Biodiversität und ökologische Prozesse erhalten oder wiederhergestellt, insbesondere im Hinblick auf Wälder mit hohem Naturschutzwert, und ein angemessener Bewirtschaftungsplan sowie ein entsprechender Überwachungsprozess werden implementiert und dokumentiert.

Produkte aus Frischfasern müssen gemäß eines Waldzertifizierungssystems eines Drittanbieters zertifiziert werden: Forest Stewardship Council (FSC©), Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) oder anhand eines gleichwertigen Standards gemäß verfügbarer Benchmarks von Zertifizierungssystemen.


Fleisch

METRO bietet seinen Kunden Fleischprodukte, die den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen und die sozial und ökologisch verträglich hergestellt wurden. Wir sind uns der verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte rund um das Thema Fleisch bewusst und verpflichten uns, in unseren Lieferketten, weiterhin an nachhaltigerem Fleisch zu arbeiten. Aus diesem Grund werden wir im Herbst 2020 die METRO Nachhaltigkeitsleitlinie für die Fleischbeschaffung einführen, um ein nachhaltigeres Fleischangebot zu erstellen, beginnend mit den Fleischprodukten unserer Eigenmarke. Wir werden die Themen zu Fleisch und Nachhaltigkeit zusammenbringen und unsere Aktivitäten und Verpflichtungen dazu erläutern.

Ein Hauptthema in dieser Nachhaltigkeitsleitlinie für die Fleischbeschaffung ist die Entwaldung, die in Zusammenhang mit Soja in Tierfutter steht. Mittels unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sowie im Rahmen einiger der oben genannten Kooperationen zum Stopp der Abholzung werden wir uns darauf konzentrieren, innerhalb unserer Fleischversorgungsketten Entwaldungsfreiheit zu erreichen.

Nachhaltige Beschaffung

Die METRO hat eine Einkaufspolitik für die Beschaffung ihrer Eigenmarken entwickelt. Ziel ist, die Produkte nachhaltig zu beschaffen. Sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer und sozialer und Hinsicht.

 

Biodiversität

Die Vielfalt der Arten und ihrer Lebensräume muss unbedingt erhalten werden, insbesondere, da die Produktion von Lebensmitteln von einer Vielzahl von Beiträgen der Tiere und Pflanzen abhängt. Deshalb unterstützt METRO die Ziele der internationalen Konvention über biologische Vielfalt und trägt mit zum Schutz der Biodiversität bei.

 

 

Gesundheits- und Ernährungspolitik

METRO ist täglich bestrebt, seine mehr als 24 Millionen Kunden in die Lage zu versetzen, gesündere Entscheidungen für ihr Unternehmen und ihre Familien zu treffen, indem ihnen eine wachsende Auswahl an reformulierten, ultrafrischen und bio-orientierten Produkten angeboten wird, klare und leicht zugängliche Informationen über Nährstoffe und Zutaten bereitgestellt werden und digitale Lösungen genutzt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir klare Leitlinien und Ziele erarbeitet.

 

 

Selbstverpflichtung zur Beschaffung von Eiern aus alternativen Haltungssystemen

METRO setzt sich dafür ein, dass für alle von ihr kontrollierten Geschäftstätigkeiten Schaleneier und Flüssigeiprodukte in West- und Südeuropa bis Ende 2022 und in Osteuropa bis Ende 2025 sowie in Russland und der Ukraine zu 100 Prozent käfigfrei bezogen werden. In unseren übrigen Märkten wie Indien, China, Pakistan und Japan wollen wir bis 2027 das gleiche Ziel erreichen. In diesen Märkten ist die Beschaffung von käfigfreien Eiern derzeit eine Herausforderung, weshalb wir gemeinsam mit der Industrie an der Lösung dieses Problems arbeiten. Darüber hinaus unterstützt die METRO alternative Haltungsformen, wie etwa Boden- oder Freilandhaltung.

Nachhaltiger Fischeinkauf

Die METRO macht sich für den langfristigen Schutz der Fischbestände stark. Für die nachhaltige Beschaffung von Fisch haben wir eine konzernweite Einkaufspolitik erarbeitet. METRO Cash & Carry hat diese in seiner Fisch Einkaufspolitik weiter konkretisiert.

Gentechnisch veränderte Organismen

Das Thema gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gewinnt im Lebensmittelsektor an Bedeutung. Die Nutzung moderner Biotechnologie in Lebensmitteln wird weltweit unterschiedlich bewertet. Die neue METRO setzt sich damit aktiv auseinander. Wir respektieren die Sichtweisen der verschiedenen Länder, Fachleute und Konsumenten.

Europäische Supply Chain Initiative

METRO ist Mitglied der Europäischen Supply Chain Initiative. Ziel der Initiative ist es, faire Geschäftspraktiken entlang der Lieferkette zu fördern und vorbildliche Verfahren umzusetzen.

Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Der METRO Verhaltenskodex für Geschäftspartner legt die wesentlichen Grundprinzipien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Geschäftsethik fest, deren Erfüllung wir in der täglichen Zusammenarbeit von unseren Partnern erwarten.

Grundsätzlich unterstützen wir die weitere Nutzung von Ressourcen und deren Verwertung durch Recycling. Unser Fokus liegt dabei auf den Themen Verpackung und der Verwendung von konventionellem Kunststoff. Um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern, unterstützen wir nachdrücklich das Konzept einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft.

Im täglichen Großhandel werden Verpackungen nicht nur für den Transport, die Konservierung und den Schutz von Waren eingesetzt. Die Produktverpackung enthält auch Informationen und Gebrauchsanweisungen für unseren Kunden. Vor allem aber stellt das Verpackungsthema eine große branchenübergreifende Herausforderung dar, sowohl was die Mengenreduzierung als auch die Wahl der Materialien betrifft.

Als Großhandelsspezialist stellen wir sicher, dass wir die hohen Qualitäts- und Hygienestandards, die unsere Kunden erwarten, erfüllen, während wir gleichzeitig die Umweltbelastung durch die Verpackung unserer Eigenmarkenprodukte über den gesamten Lebenszyklus reduzieren wollen. Wir arbeiten an innovativen Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, z.B. durch Reduzierung des Verpackungsmaterials, Erhöhung des Anteils an recyceltem Material in unseren Verpackungen und Gestaltung unserer Verpackungen zur Verbesserung der Stapelbarkeit auf Paletten bei gleichzeitiger Senkung der Kosten für unsere Kunden.

 

Verpackungsziele 2018 erreicht und Ambitionen für 2023

Von September 2014 bis September 2018 haben wir uns vorgenommen, die

  • Überprüfung von mehr als 10.000 Verpackungen von Eigenmarkenprodukten auf ihre Umweltverträglichkeit und - wenn möglich - auf ihre Verbesserung
  • Umstellung von 100% unserer Getränkekartons von SIG Combibloc und Tetra Pak auf FSC®-zertifizierte Verpackungen (für weltweit bezogene Produkte und in den teilnehmenden Ländern)

Beide Ziele wurden nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen, denn bis September 2018 wurden mehr als 11.000 Eigenmarkenprodukte überprüft. Darüber hinaus summierten sich Änderungen an der Verpackung der geprüften Produkte auf eine Menge von 400 Tonnen Verpackungsmaterial, die eingespart werden konnte.

Um die Kunststoffmengen und damit die Kunststoffabfälle weiter deutlich zu reduzieren und die Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen, haben wir uns im Oktober 2018 neue Ziele gesetzt.

Von Oktober 2018 bis September 2023 wollen wir Folgendes erreichen:

  • FSC®- oder PEFC-Zertifizierung für alle Karton-, Papier- und Holzanteile in Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen
  • Einsparung von weiteren 300 Tonnen Kunststoffabfällen in unserer Eigenmarkenverpackung

 

METRO Plastik Initiative

Um unser starkes Engagement zur Bewältigung der Herausforderung des Plastikabfalls zu unterstreichen, haben wir uns zusammen mit unseren Landesgesellschaften im September 2018 im Rahmen der METRO Plastik Initiative verpflichtet, bis 2025 konventionelle Einweg-Kunststoffe durch wiederverwendbare, recycelbare oder kompostierbare Alternativen zu ersetzen und den Übergang zum geschlossenen Kunststoffrecycling zu fördern.

Zu diesem Zweck haben wir uns im Oktober 2018 auch der New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation angeschlossen. In diesem internationalen Netzwerk von mehr als 290 Organisationen arbeiten Unternehmen, Universitäten, Akademiker und Finanzinstitute gemeinsam daran, unter anderem diese Ziele zu erreichen:

  • Innovation, um sicherzustellen, dass 100% der Kunststoffverpackungen einfach und schnell zu handhaben sind und bis 2025 sicher wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden können
  • Ermöglichung der Überführung der produzierten Kunststoffe in geschlossene Stoffkreisläufe und Erhöhung der Produktion solcher Kunststoffe, die wiederverwendet oder recycelt und zu neuen Verpackungen oder Produkten verarbeitet werden können

Darüber hinaus sind die #METROPlasticFighters eine wichtige Säule der METRO Plastik Initiative, die fest im Unternehmen verankert ist, das Bewusstsein schärft, über Kunststoffabfälle informiert und eine wachsende interne Bewegung schafft, um den Wandel ranzutreiben. Die Idee dahinter ist einfach - mit 150.000 Mitarbeitern weltweit hat METRO einen enormen Einfluss auf den dringend notwendigen Wandel, angefangen bei jedem einzelnen Mitarbeiter und seinen Beziehungen zu unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Freunden und Familie. In den letzten Monaten trafen sich die Mitarbeiter freiwillig unter der Flagge von #METROPlasticFighters, um an Dreck-Weg Tagen in Düsseldorf, der Ukraine oder am Strand in Hongkong teilzunehmen oder sogar zu organisieren. Darüber hinaus wurden in der METRO-Zentrale in der Kantine und der Kaffeebar konventionelle Kunststoffbehälter und Einweg-Coffee-To-Go-Tassen ausgetauscht. Eine kleine Gebühr für nachhaltigere Alternativen wie z.B. wiederverwendbare Lunchboxen oder 100% klimaneutrale, wiederverwendbare Porzellanpfandbecher gehen an das Pacific Garbage Screening Projekt.

METRO will Abfall- Lebensmittel- und sonstige Abfälle minimieren. Es ist uns wichtig, in Lebenszyklen zu denken und innovative Herstellungs- und Recyclingtechnologien zu fördern. Und wir beraten unsere Kunden bei der Entsorgung von Produkten und Verpackungen. Dazu gehört die Sensibilisierung für die Ressourcenschonung, die Bereitstellung von Informationen zur Abfallvermeidung sowie die Anregung und Ermöglichung einer korrekten Entsorgung. Unser Engagement im Umweltaktionsprogramm des Einzelhandels (REAP) ist ein Beispiel für unsere Aktivitäten in diesem Bereich. REAP ist eine gemeinsame Plattform der großen europäischen Einzelhändler und der Europäischen Kommission (Generaldirektion Umwelt). Es ermöglicht uns, Erfahrungen auszutauschen und beispielhafte Projekte im Bereich Umwelt- und Ressourcenmanagement zu präsentieren.

Logo Save FoodEin Drittel aller Lebensmittel wird verschwendet oder geht verloren - eine Menge, die ausreicht, um den weltweiten Nahrungsmittelbedarf zu decken. Gemeinsam mit unseren Partnern entlang der Wertschöpfungskette aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und unseren Kunden wollen wir Innovationen vorantreiben, den Dialog fördern und Debatten anstoßen, um Lösungen zu generieren. Dieser "vom Feld bis zum Teller"-Ansatz wird von vielen unserer Partner in dieser Herausforderung geteilt, z.B. der SAVE FOOD Initiative.

 

METRO unterstützt die Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) und achtet mit seinem Engagement für Nachhaltigkeit auf die Erreichung der globalen Agenda. Durch das Streben nach der Einhaltung von Sozialstandards arbeitet METRO insbesondere auf die Ziele hin:

  • SDG 1 (keine Armut)
  • SDG 8 (menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum)
  • SDG 12 (Verantwortliche/r Konsum und Produktion)

In diesem Zusammenhang erklärt METRO auch seine Absicht, auf das wichtige Ziel hinzuarbeiten, existenzsichernde Einkommen derjenigen zu sichern, die für die METRO Eigenenmarken-/No-Name Produkte produzieren. Derweil verschiedene Methoden zur Definition eines existenzsichernden Einkommens akzeptabel sind, bevorzugt METRO nach Möglichkeit die Anker-Methodik.

Grundsätzliches Ziel der METRO ist es, Verstöße gegen sozial verträgliche Arbeitsbedingungen zu erkennen und vorzubeugen. Die Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) sind fester Bestandteil unserer Einkaufspolitik. Wir sind Gründungsmitglied der amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI). Damit verpflichten wir uns, fundamentale Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette einzuhalten. amfori BSCI ist einer der effizientesten Systeme, um sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern umzusetzen. Neben amfori BSCI und Sedex SMETA akzeptiert METRO unter bestimmten Voraussetzungen auch andere Standards und Zertifikate als Bestätigung für die Einhaltung von Sozialstandards. Weitere Informationen finden Sie im Übersichtsdokument zum Herunterladen.

Klare Grundsätze

Wir haben den amfori BSCI-Verhaltenskodex unterzeichnet, der vielfältige Sozial- und Umweltstandards umfasst. Mit geeigneten Maßnahmen sorgen wir für die Umsetzung und Einhaltung dieser Standards.

Der BSCI Verhaltenskodex umfasst elf Grundsätze:

  • Das Recht auf Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen werden eingehalten
  • Es gibt keine Diskriminierung
  • Das Recht der Arbeitnehmer auf eine angemessene Vergütung, die ausreicht, um ihnen und ihren Familien ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen sowie mindestens die Zahlung von gesetzlichen Mindestlöhnen bzw. branchenüblichen Löhnen
  • Die Arbeitszeiten entsprechen IAO und nationalen Gesetzen
  • Der Arbeitsplatz ist sicher und nicht gesundheitsgefährdend
  • Kinderarbeit ist verboten
  • Es gibt besonderen Schutz für jugendliche Arbeitnehmer
  • Es gibt keine prekäre Beschäftigung
  • Es gibt keine Zwangsarbeit und Disziplinarmaßnahmen
  • Die Umwelt wird respektiert
  • Ethisches Wirtschaften gilt als Grundsatz, v.a. gibt es Richtlinien gegen Bestechung und Korruption

Systematische Auditierungen

Die METRO will faire Arbeitsbedingungen bei den Produzenten ihrer Eigenmarken etablieren. Seit 2014 lag derFokus auf non-food Produkten; seit 2019 werden food und near food Produkte ebenfalls in den Prozess aufgenommen. Unser Ziel ist, soziale Arbeitsbedingungen in unseren Lieferketten bis 2030 sicherzustellen, indem wir alle Produzenten, mit denen wir in Risikoländern zusammenarbeiten anhand eines „third-party“ Audits auditieren lassen – entweder nach den Standards der amfori BSCI, Sedex SMETA oder vergleichbaren Standards. Die Liste der Risikoländer wird von amfori BSCI zusammengestellt*. Die Klassifizierung als Risikoland basiert auf unterschiedlichen Kriterien:

  • Erfahrung der örtlichen Einkaufsgesellschaften
  • Human Development Index der Vereinten Nationen
  • Corruption Perceptions Index von Transparency International

Für den bestehenden non-food Prozess nehmen wir seit Januar 2017 neue Produzenten im Rahmen des Geltungsbereichs unserer Sozialstandard Richtlinie nur auf, wenn sie ein gültiges, akzeptiertes und gutes Auditergebnis nachweisen können. Für amfori BSCI heißt das ein A, B oder C Auditergebnis. Seit Januar 2019 gelten diese Anforderungen bezüglich eines Auditergebnisses für alle non-food Produzenten im Sinn unserer Sozialstandard Richtlinie.

Seit 2013 ist METRO auch Unterzeichner einer Multi-Stakeholder-Initiative, dem Accord on Fire and Building Safety in Bangladesch, um einen Beitrag zur Gesundheit und Sicherheit insbesondere der Beschäftigten in der Textilindustrie in Bangladesch zu leisten. Die Initiative führt unter anderem unabhängige Sicherheitsinspektionen und Sanierungsprogramme durch und bietet Sicherheitstrainingsprogramme an. Verglichen mit dem Durchschnitt aller Accord-Produzenten, die im Jahr 2019 offene Befunde aus Accord-Audits abschließen konnten, ist die durchschnittliche Fortschrittsrate der METRO-Produzenten mit 94% etwas höher.

* METRO nimmt zwei Abweichungen von der Liste vor: Bulgarien wird als kein Risikoland; Malaysia wird als Risikoland geführt.

 

Standards und Zertifikate

Neben amfori BSCI (inklusive Small Producer Assessment SPA) akzeptiert die METRO weitere Standards und Zertifikate, um die Einhaltung von Sozialstandards zu prüfen.

  • ETI (Ethical Trading Initiative), sofern sie gemäß den SMETA-Richtlinien (Sedex Members Ethical Trade Audit) durchgeführt wird
  • SA8000 (Social Accountability)
  • ICTI (International Council of Toy Industry)
  • ICS (Initiative Clause Sociale)
  • RBA (Responsible Business Association (vormals EICC, Electronic Industry Citizenship Coalition)
  • FLA (Fair Labor Association)

Auch akzeptiert die METRO im ersten Schritt folgende Lebensmittel-relevante Standards und Zertifizierungen, um die Einhaltung von Sozialstandards sicherzustellen:

  • ASC (Aquaculture Stewardship Council)
  • BAP (Best Aquaculture Practices)
  • RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil)
  • Global G.A.P. GRASP
  • RTRS (Roundtable for responsible Soy)
  • Fair Trade
  • Rainforest Alliance / UTZ
  • Any CGF SSCI benchmarked scheme

Brandschutz und Arbeitssicherheitstrainings

Neben unseren bestehenden Audits laufen weitere Aktivitäten: Unsere Importgesellschaft - die METRO Sourcing - hat mit unseren Kooperationspartnern Brandschutz- und Arbeitssicherheitstrainings für Produzenten umgesetzt - in Bangladesch und weiteren Risikoländern. Zudem wollen wir die Gebäudesicherheit von Textilfabriken in den Produktionsländern verbessern. Dazu haben wir 2013 und 2018 ein spezielles Abkommen für die Textilindustrie in Bangladesch unterzeichnet. Das Ziel: Besserer Brandschutz. Mehr Gebäudesicherheit. Das Abkommen entstand in Kooperation mit Unternehmensvertretern, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen.

Deal-Breaker-Prozess

Im Jahr 2016 haben wir bestimmte Deal-Breaker definiert, also Sachverhalte, die eine Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern ausschließen. Zu den Bewertungskriterien gehören Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeitssicherheit - insbesondere Brandschutz - und unethisches Verhalten. Lieferanten und ihre Produzenten mit einem Deal-Breaker-Befund werden von METRO verpflichtet, kurz- und langfristige Lösungen zu erarbeiten. Neue Aufträge oder Folgeaufträge werden so lange ausgesetzt, bis die im Deal-Breaker-Prozess erfassten Befunde behoben wurden.

Unsere Waren und Dienstleistungen müssen auf ganzer Linie überzeugen: Durch Qualität. Durch Sicherheit. Durch Sozial- und Umweltverträglichkeit - von der Herstellung und Beschaffung über die Nutzungsphase bis hin zur Entsorgung. Daher wollen wir die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig und transparent gestalten. Die METRO setzt auf Transparenz bei der Beschaffung von Produkten und der Nutzung von Ressourcen. Dafür sorgen wir durch unseren direkten Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern. Zudem haben wir eine branchenübergreifende und internationale Lösung zur Rückverfolgbarkeit entwickelt - gemeinsam mit Kooperationspartnern und der Standardisierungsorganisation GS1 Germany.

Zur besseren Kundenorientierung nutzen wir verschiedene Labels, die für hohe Nachhaltigkeits-Standards bürgen. Dazu gehören etwa Fair Trade, Marine Stewardship Council (MSC), Forest Stewardship Council® (FSC®) oder das europäische Biosiegel. Darüber hinaus setzen wir auf Dialog und Aufklärung, um ein verantwortungsbewusstes Konsumverhalten unserer Kunden zu fördern.

Transparente Lieferkette für Fisch und Fleisch

METRO engagiert sich für einen nachhaltigen Umgang mit sensiblen Produktgruppen. Kunden von METRO Cash & Carry können beispielsweise beim Fischeinkauf nachverfolgen, in welchen Gewässern und auf welche Art der Fisch gefangen wurde - schnell und einfach per Smartphone-App. Auch bei zahlreichen Fleischprodukten sind detaillierte Daten abrufbar - zur Herkunft, Aufzucht, Verarbeitung und Qualität der Ware. Das Besondere an der innovativen Lösung: Alle Beteiligten machen mit - vom Hersteller bis zum Händler. Sie erfassen ihre Produktinformationen dezentral in eigenen Datenbanken, die online zusammengeführt werden. Über eine Suchmaschine ist es dann möglich, sich im Detail über einzelne Produktdaten zu informieren - dank eindeutiger Produktidentifikation.

Die neue Lösung zur Rückverfolgbarkeit basiert auf internationalen GS1-Standards. So lassen sich künftig weitere Warengruppen und zusätzliche Datenbanken ergänzen. Alle Marktteilnehmer entlang der Lieferkette können sich beteiligen - rund um den Globus. METRO gilt als Vorbild im Kampf gegen illegale Fischerei - dank des Einsatzes von modernen Systemen zur Rückverfolgbarkeit.

Sustainability Tree

Wie nachhaltig agiert die METRO und in welchen Bereichen möchte sie ihr Engagement für die Umwelt in den kommenden Jahren noch ausweiten? Wie groß war der CO2 Fußabdruck des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr und wie viel Energie stammte bereits aus erneuerbaren Energien? Wir versorgen Sie hier mit allen Informationen zu unseren Zielen und Kennzahlen.